Speicheltest

Test 1: Speichelfließrate - Die Menge macht’s

Täglich produzieren die Speicheldrüsen rund ½ Liter Flüssigkeit. Mit der „Speichelfließrate“ wird die in einer bestimmten Zeit produzierte Speichelmenge festgestellt. Sie soll pro Minute 1,0 ml (Milliliter bzw. ein Kubikzentimeter) betragen. Da wir nachts weniger Speichel erzeugen, können süße „Betthupferl“ nach dem abendlichen Zähneputzen ungestört auf den Zähnen festkleben und aggressive Säuren bilden.

Um die Menge und Qualität des Speichels messen zu können, wird seine Produktion zunächst durch Kauen einer Paraffinkugel angeregt. Nach fünf Kau-Minuten lässt sich die Speichelmenge verlässlich messen. Für den Qualitätstest der „Spucke“ schließen sich dann weitere Diagnoseverfahren an.

Mit Hilfe eines Teststreifens und dem sogenannten „Farbumschlag“ kann der Säuregehalt des Speichels, sein pH-Wert (p=Potenz, H=Säure), ermittelt werden. Der normale oder neutrale Wert des Speichels liegt zwischen 6,0 und 7,5. Sinkt diese Maßzahl zum Beispiel durch süße Naschereien oder Getränke unter 5,5, wird der Speichel im wahrsten Sinne des Wortes sauer. Die Folge: eine Demineralisierung (Entkalkung) des Zahnschmelzes beginnt und damit die erste Stufe der Karies.

Besonders empfindlich reagieren übrigens freiliegende Zahnwurzeln, für die es bereits bei einem pH-Wert von 6,7 kritisch wird.

Ist der pH-Wert dauernd niedrig, gibt es ein Defizit bei den zahnreparierenden Mineralien - Karies entsteht.

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Kieferorthopädische Fachpraxis
Dr. Beatrix Kuntze

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