Karies - eine Infektionskrankheit

Vier prinzipielle Faktoren spielen bei der Entstehung der Karies eine Rolle:

  • Der Zahn und Biotop Mundhöhle
  • Mikroorganismen
  • Zucker
  • Zeit

Mit dem Einsatz der Fluoride in Mundhygieneprodukten konnte weltweit ein Durchbruch in der Kariesprävention erzielt werden. Länderübergreifende Vergleiche aus jüngster Zeit zeigen aber auch, daß dieser Kariesrückgang ins Stocken gerät und teilweise auch ein erneutes Ansteigen das Kariesbefalls beobachtet werden kann. Dies zeigt ganz klar, daß es sich bei der Kariesprävalenz um einen dynamischen Prozeß handelt. Die moderne Wissenschaft des Kariesmanagements zielt daher neuerdings auf eine Beeinflussung der Angriffsfaktoren, insbesondere der bakteriellen Säureproduktion. Karies ist als eine übertragbare Infektionskrankheiten anzusehen und eine grundlegende Behandlung muß bei der antibakteriellen Therapie ansetzen um die Infektionskette zu unterbrechen.

Mittlerweile ist bekannt, daß das Bakterium Streptokokkus-Mutans entscheidend an der Kariesentstehung beteiligt ist (siehe Abb.). Nicht nur Zucker (Saccharose) spielt eine entscheidende Rolle. Wissenschaftler konnten nachweisen, daß unter dem Namen Streptokokkus-Mutans bisher mehrere Bakterienarten zusammen gefaßt worden sind. Deshalb spricht man neuerdings von der Gesamtgruppe der Mutans-Streptokokken.

Karies - Was kann man tun?

Um gezielt gegen Karies vorgehen zu können, muß man erstmal wissen wie sie entsteht und wodurch sie begünstigt wird.

Karies ist eine Infektionskrankheit. Das bedeutet, das wir die kariogenen Keime von unseren Müttern "geerbt" haben und wir diese Keime auch an unsere Kinder weiter geben. Die kariogenen Keime - Strepptokokkus mutans und Laktobazillus - werden durch das Ablecken von Schnuller oder Löffel weitergegeben.

In wie weit sich die Bakterien in der Mundhöhle vermehren, können wir in den ersten Lebensjahren noch selbst beeinflussen. Die erste Zahnbürste sollte eine Kind schon mit dem ersten Milchzahn bekommen. Wenn sie ihr Kind von klein auf an das Zähneputzen gewöhnen wird es lernen das es zur täglichen Hygiene dazugehört wie das Händewaschen.

Solange unser Kind noch kein Taschengeld bekommt, können wir auch auf den Süßigkeitenkonsum unseres Kind Einfluß nehmen.. Nicht nur Bonbon & Co. erhöhen das Kariesrisiko, alle kurzkettigen Kohlenhydrate werden in der Mundhöhle von Bakterien zu Kariessäure fementiert. Zu diesen Kohlenhydrate zählen alle fein ausgemahlenen Mehle ( z. B. Weißbrot, Graubrot. Cracker, Chips). Auch auf versteckte Zucker sollten wir unser Augenmerk richten. Diese finden wir aber nur, wenn wir die Zutatenliste von Lebensmitteln lesen. Dann finden wir sogar Zucker im Schinken. Leider steht nicht immer Zucker" auf den Verpackungen - das wäre viel zu einfach für uns Verbraucher. Wir finden dort Wörter wie Saccharose (Haushaltszucker), Fruktose (Fruchtzucker), Glukose (Traubenzucker), Maltose (Malzzucker), Sirup (flüßiger Billigzucker).

Was Sie tun können, um Ihr Kind dauerhaft kariesfrei zuerhalten, erfahren Sie in den Artikeln auf dieser Webseite, die aus Fachzeitschriften, Verbrauchermagazinen und Tageszeitungen stammen.

Kieferorthopädische Fachpraxis
Dr. Beatrix Kuntze

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